10.02.2026

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Abhängigkeit wird noch zu häufig als persönliches Versagen angesehen

Das Suchtsystem steht vor Herausforderungen durch nie dagewesene Verfügbarkeit hochgefährlicher Substanzen wie die Kokain- und Crackschwämme.  Daneben könnte Alkohol- oder Glücksspielsucht ebenso zerstörerisch sein. Eine besorgniserregende Entwicklung für Hendrik Streeck, Arzt sowie Drogen- und Suchtbeauftragter. Er verweist auf die Notwendigkeit einer starken, verlässlichen und gut ausgestatteten Suchthilfe. Doch es werde schwer bleiben, diese Strukturen dauerhaft zu sichern. „Selbsthilfe ist kein Randthema, sondern tragendes Element des Suchthilfesystems und ohne sie funktioniert es nicht“, so Steeck. „Jeder Euro, der in Beratung und Behandlung investiert wird, zahlt sich am Ende um ein Vielfaches aus.“ Sucht sei eine Erkrankung und „keine Klinik, kein Arzt, kein therapeutisches Angebot kann leisten was Selbsthilfe leistet: nämlich Rückhalt, Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Abhängigkeit wird noch zu häufig als persönliches Versagen angesehen. Motivation durch Gemeinschaft, gemeinsame Aktivitäten, Hausbesuche und Hilfe zur Selbsthilfe – alles ist entscheidend für eine langfristige Abstinenz.“