19.10.2021

und sind zu Besuch in der Geschäftsstelle in Laichingen. Diese dient als Zentrale für 93 Freundeskreise in Württemberg – ein Netzwerk, das Hilfe zur Selbsthilfe bietet. In diesem engagieren sich 400 ehrenamtlich tätige Mitarbeiter in 157 Gesprächsgruppen für rund 2300 Gruppenteilnehmer.

Manuel Hagel umscheibt ehrenamtliche Hilfe als „unbezahlt und doch unbezahlbar“. Die „starke diakonische Prägung“ des Verbands sei ihm „von der Geisteshaltung her sehr sympathisch“.

Sie sind Mutmacher, die Betroffene auf ihrem Weg in ein zufriedenes, suchtmittelfreies Leben unterstützen und zum Durchhalten motivieren. Denn schließlich ist es für Suchtkranke eine tägliche Herausforderung, abstinent zu leben. 

Vorstand und Geschäftsführung berichten aus ihrer persönlichen Erfahrung von „Krankheitsbewältigung durch Persönlichkeitsentwicklung“, vom fremdgesteuerten „Ich darf nichts mehr trinken“ über die persönliche Entscheidung „Ich will nicht mehr trinken“ bis zur gelassenen Haltung „Ich brauche den Alkohol jetzt nicht mehr“.

„Unser Ehrenamt ist nicht vergleichbar mit dem in Sportvereinen. Für uns geht es zuerst um „Selbst-Hilfe“: Suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen kommen in die Gruppen, um Hilfe für ihr eigenes Leben zu erhalten. Und dabei lernen sie, sich aus den Gruppenabenden die Anregungen und Unterstützung zu holen, die sie für ihren neuen Weg benötigen“, so Vorsitzende Hildegard Arnold.

„Die Gruppenteilnehmer lernen, Verantwortung für eine suchtmittelfreie Alltagsgestaltung zu übernehmen. Aus dieser Selbsthilfe heraus entwickelt sich später das Ehrenamt" berichtet Rainer Breuninger.