Seit über 50 Jahren haben sich die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe im Landesverband Württemberg etabliert. Aus kleinen Gesprächsgruppen ehemaliger Patienten - die sich zunächst in Wohnzimmern trafen, sind inzwischen 270 Gesprächsgruppen in 120 Freundeskreisen entstanden. Überall setzen sich Menschen für Suchtkranke und Angehörige ein, übernehmen vielfältige Aufgaben in der Prävention und Motivation, in der Begleitung vor, während und nach der Behandlung.
Persönliche Beziehungen und Freundschaften tragen in der gesamten Geschichte der Freundeskreise zur Stabilisierung der eigenen Persönlichkeit bei.
1956 Beginn einer neuen Form der Selbsthilfe. Die Ehepaare Votteler (Reutlingen) und Bleile (Backnang) gründen Gesprächsgruppen. Es sind ehemalige Patienten des Hauses „Burgwald“.
1957 Die Reutlinger Gruppe „Verein ehemaliger Burgwälder e.V.“ wird umbenannt in „Freundesring der Abstinenzler e.V.“ und öffnet sich für ehemalige Patienten der „Haslachmühle“ (später „Ringgenhof“).
1961 tritt Günter Greiner der ELBA bei (ev. Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Alkoholnot). Sein Ziel ist eine Zusammenarbeit zwischen den Selbsthilfegruppen (Ehrenamtliche) und der ELBA (Hauptamtliche).
1963 erscheint zum ersten Mal der Name „Freundeskreise in Württemberg“, mit Sitz der Geschäftsstelle in Schwäbisch Hall.
1964 finden regelmäßig Treffen von Ehemaligen aus verschiedenen Gruppen unter dem Motto „Miteinander“ statt.
1967 findet das erste Württemberger Treffen statt. Es treffen sich in Reutlingen 400 Betroffene aus 21 Freundeskreisen und weiteren befreundeten Gruppen.
2. Juli 1972 erfolgt als weiterer Baustein die Gründung einer „Landesarbeits-gemeinschaft“ (LAG) in Pfullingen. Dieser zuerst nicht eingetragene Verein macht sich zur Aufgabe, Kontakte sowohl im politischen Bereich (bis hin zum Gesundheitsministerium) als auch im kirchlichen Bereich zu knüpfen.
1976 wird Horst Heine der erste hauptamtliche Geschäftsführer. Die erste Satzung wird am 24. April beschlossen.
17. Februar 1977 wird der Verein als „LandesArbeitsGemeinschaft der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe in Baden-Württemberg e.V.“ im Vereinsregister eingetragen. Die Gemeinnützigkeit des Vereins wird anerkannt.
1978 wird der Verein Mitglied im Diakonischen Werk. Die Geschäftsstelle hat ihre Räume im Diakonischen Werk Stuttgart. Im gleichen Jahr wird die BundesArbeitsGemeinschaft (BAG) mit Sitz in Kassel gegründet. Zu diesem Zeitpunkt existieren acht Landesarbeitsgemeinschaften.
1984 kreieren die Freundeskreise Württemberg ihr erstes Logo.
1986 erfolgt die Umbenennung in „Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe in Württemberg e.V.“
1987 wird die Geschäftsstelle in eigene Räume nach Laichingen verlegt.
1994 wird die Konzeption der Freundeskreise in Württemberg e.V. veröffentlicht.
1996 feiern die Württemberger das 40jährige Jubiläum in Böblingen. Es bestehen zu diesem Zeitpunkt 120 Freundeskreise mit 340 Gruppen und ca. 5000 Gruppenteilnehmern.

Seit
2000 gibt es ein bundesweit einheitliches Logo der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe e.V. Der Verein wird umbenannt in „Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe – Landesverband Württemberg e.V.“
Seit
2003 wird den Freundeskreis-Mitarbeitern die Teilnahme an einem Seminar für Drogenabhängige ermöglicht.
Seit
01.01.2006 sind alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle Angestellte des Landesverbandes.
Am
08.10.2006 feiern die Freundeskreise ihr 50-jähriges Jubiläum beim Württemberger Treffen in Reutlingen.
2007 – Werden erstmals Suchtworkshops für Auszubildende und Schulungen für Führungskräfte in Betrieben durchgeführt.
2008 findet in der Geschäftsstelle zum ersten Mal ein Tag der offenen Tür für Spender statt.
2008 Die Familienarbeit gewinnt an Bedeutung: das erste Seminar für "Teenager und junge Erwachsene - JES" findet große Resonanz.