Sucht verändert das Familienleben. Sucht ist eine Familienkrankheit.
Das Denken innerhalb der Familie ist auf das Trinken des Abhängigen fokussiert. Oft übernehmen Kinder Verantwortung und Aufgaben, die sie zu kleinen Erwachsenen machen. Vertuschen, Schönreden und auch Lügen stehen auf der Tagesordnung. Damit ist das Vertrauen als Basis für ein gesundes Familienleben zerstört.
In unseren Freundeskreisen sind alle Familienmitglieder gleichermaßen willkommen und werden darin bestärkt, die Sucht als Krankheit zu akzeptieren. Ein erster Anker ist das Gefühl, mit den Problemen nicht mehr alleine zu sein. Abhängige können gemeinsam mit ihren Angehörigen einen individuellen Weg in die Unabhängigkeit wagen. Nicht nur der „aktive Kranke“ bedarf unserer Aufmerksamkeit und Hilfe, sondern die ganze Familie.
Eine Therapie kann nicht nur für Abhängige, sondern auch für Angehörige sinnvoll sein.
Schuldgefühle, Scham, Verdrängung und die Erkenntnis, Kinder als Verbündete missbraucht zu haben, das sind Gefühle, die von suchtkranken Eltern häufig verharmlost werden, um sie überhaupt aushalten zu können.
Familienseminare bieten Chancen, auf neue Weise wieder miteinander ins Gespräch zu kommen:
- Abstand vom Alltag.
- Erleben, das Vertrauen schafft.
- Abenteuer, die für neue Sichtweisen sorgen.
- Ruhige Momente in unbeschwertem Miteinander.
- Gegenseitige neue Wahrnehmung.