„Meine Mutter war ständig unter Strom. Den Schnaps goss sie in Wassergläser“ sagt Brigitte Negri.
Sein ICH aufzugeben, um in einem kranken Familiensystem überleben zu können, bedeutet
co-abhängig zu sein.
In den Freundeskreisen sind Abhängige und Angehörige gleichermaßen willkommen: Ehepartner, Kinder, Lebensgefährten, Verwandte, Freunde.
Eine Therapie kann auch für Angehörige sinnvoll sein. Begleitend zum Gruppenbesuch empfehlen die Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe eine Behandlung durch erfahrene Fachkräfte: Für erwachsene Angehörige und für Kinder, die oft noch jahrelang unter dem Gefühl der Ohnmacht gegenüber der Sucht leiden.
Mehr als 1,3 Millionen Menschen leben mit einem Alkoholiker in Partnerschaft, davon rund zwei Drittel Frauen.
Jedes siebte Kind hat einen betroffenen Elternteil.
50 Prozent dieser Kinder werden wieder suchtkrank.
Rund 300.000 Eltern haben abhängige Kinder.